Vortrag zum Autismustag 2021 Berlin Ein Artikel von Regine Winkelmann

In meinem Videobeitrag zur Online-Veranstaltung in Berlin geht es um Fähigkeiten und Defizite. Jeder Mensch kann einige Dinge gut und einige weniger gut. Das ist normal. Die guten Fähigkeiten gleichen meist all die Dinge in gewisser Weise aus, wo sie nicht ganz so talentiert sind. Unser Schulsystem berücksichtigt das. Es gibt Leistungskurse und Wahlfächer, und die meisten Schüler finden da irgendwann ihren Platz. Unsere gesamte Arbeitswelt berücksichtigt das. Es gibt in jeder Firma Mitarbeiter, die einige Dinge können, die andere weniger gut können.
Da kann ein Kind eben nicht ganz so gut rechnen – aber es ganz gut malen… oder was  ganz anderes.
Das darf so sein, das soll so sein – das ist ganz normal.
Doch nicht in dieser extremen Form, wie das bei Autisten oft der Fall ist. Hier liegen oft zwischen den Begabungen und den Defiziten Welten. Doch beides gehört zusammen und ist fest mit der autistischen Wahrnehmung und dem Denken verzahnt. Wir haben auf das Eine und das Andere eben sowenig Einfluss.
Ich erkläre es euch aus meiner Sicht und an einem Beispiel.

 

 

Regine Winkelmann

geboren 1964 hat nach abgeschlossenem Ingenieurstudium vier Kinder zur Welt gebracht. Mit ihrer Ausbildung zur Heilpraktikerin folgte Sie ihrem weiteren Spezialinteresse und arbeitet seit 20 Jahren unterrichtend als Dozentin für freie Gesundheitsberufe. Nach Publikation ihres ersten Buches ist sie als Referentin vortragend unterwegs und berichtet über Autismus und artverwandte Neurodiversität aus ihrer Sicht als Autistin und Mutter betroffener Kinder. Authentische Erfahrungsberichte, aus ihrem Alltag, Familien- und Arbeitsleben, sowie einige Auszüge ihrer Vorträge werden hier von ihr gebloggt.
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