Es wird oft gesagt, Autisten haben eine gestörte Wahrnehmung.
Nun, wenn man diese Wahrnehmung als Störung bezeichnet, dann ist das eine abwertende und auch ungenügende Erklärung.
Der Begriff Störung, will häufig ausdrücken, dass etwas nicht funktioniert, jedenfalls nicht so, wie es normalerweise funktionieren sollte.
Das Wort “Störung”, angewendet auf die autistische Wahrnehmung suggeriert, Autisten würden weniger oder schlechter ihre Umwelt wahrnehmen.
Doch das Gegenteil ist meist der Fall.
Wahr ist, dass Autisten eine andere Wahrnehmung haben, als Nichtautisten.
Das lässt sich mit großer Übereinstimmung feststellen.
Doch selten in einer defizitären Form, sondern eher in einer gesteigerten Form.

 

Regine Winkelmann

geboren 1964 hat nach abgeschlossenem Ingenieurstudium vier Kinder zur Welt gebracht. Mit ihrer Ausbildung zur Heilpraktikerin folgte Sie ihrem weiteren Spezialinteresse und arbeitet seit 20 Jahren unterrichtend als Dozentin für freie Gesundheitsberufe. Nach Publikation ihres ersten Buches ist sie als Referentin vortragend unterwegs und berichtet über Autismus und artverwandte Neurodiversität aus ihrer Sicht als Autistin und Mutter betroffener Kinder. Authentische Erfahrungsberichte, aus ihrem Alltag, Familien- und Arbeitsleben, sowie einige Auszüge ihrer Vorträge werden hier von ihr gebloggt.
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